Tote Milch - gesundes Leben?

Noch problematischer wird die Verwendung von Milchprodukten durch die technische Verarbeitung, nämlich das Pasteurisieren und Homogenisie­ren. Hierdurch wird die Milch zwar keimfrei gehalten, in biologischem Sin­ne entsteht aber auch "tote" Milch. Das Milcheiweiß und in der Milch ent­haltene Enzyme werden durch den Erhitzungsvorgang denaturiert oder zerstört. So kann im Grunde genommen nur die rohe Vorzugsmilch ein halbwertiger Ersatz für die Muttermilch sein.

Noch schlimmer kommt es aber, wenn das Milcheiweiß konzentriert wird, wie es besonders intensiv bei Käse- und Quarkprodukten erfolgt. Der Eiweißanteil der Kuhmilch wird dabei erheblich erhöht. Somit wird dem Körper eine Eiweißbombe zugeführt. Dies soll nun seltsamerweise gesund sein, während wir von der Schädlichkeit großer Mengen an Fleisch- und Wurstprodukten sowie anderen Eiweißprodukten für Krebskranke über­zeugt sind.

Was soll denn den Vorteil der Milchprodukte ausmachen? Ich kenne kei­nen überzeugenden Grund. Dass Milcheiweiß leichter verdaulich sei, trifft auf keinen Fall zu. Selbst von der Verwendung von Quark als Leber­schonkost ist man schon längst verdrossen wieder abgerückt. Dem er­wachsenen Menschen fehlt das Enzym Lactase, das dem Säugling noch zu eigen ist. So wird die Verdauung der Milchprodukte mehr und mehr erschwert. Unverdaute Milchbestandteile gehen im Darm in Gärprozesse über, fördern eine Entartung der körpereigenen Darmflora und damit das Auftreten von Pilzinfekten (siehe Immunbuch 11.Nach Bunge's Lehrbuch der Physiologie. Wie aus obiger Übersicht eindeutig zu entnehmen ist, nimmt die Wachs­tumsquote mit Zunahme des Eiweißgehaltes der Milch erheblich zu.

Was aber soll beim Erwachsenen noch wachsen?

Abschnitt 111: Ernährung und Genußgifte

Kapitel 20: Eiweiß und Tumormast durch Milchprodukte

Kalziummangel durch Milchprodukte?

Ein weiteres Argument, das für den Verzehr von Molkereiprodukten spre­chen soll, ist die damit verbundene Kalziumzufuhr. Aber auch dieses entbehrt realistischer Grundlagen. Zwar würde mit der rohen Vorzugsmilch der Kalziumbedarf gut gedeckt werden können, Aber bereits durch das Erhitzen wird das organisch gebundene Kalzium in der Milch in eine anor­ganische Form überführt, die vom Körper schwerer aufgenommen und verwertet werden kann. Noch krasser sind die Verhältnisse bei den Eiweißkonzentraten Quark und Käse. Diese müssen aus meiner Sicht als vehemente Kalziumräuber bezeichnet werden. Bei verschiedenen Osteo­porose-Patienten habe ich einen extremen Verzehr an Milchprodukten festgestellt. Entsprechend der allgemeinen Theorie, dass Milchprodukte vor Osteoporose schützen, hätten diese Patienten gar keinen Knochenschwund bekommen dürfen. Aber gerade dieser Fall war ja dann eingetroffen. Bei einigen Patienten hatten die behandelnden Hausärzte die Ernährung wegen Kalziummangels auf eine Milcheiweiß reiche Kost umgestellt. Erstaunlicherweise stiegen die Kalziumwerte nicht an, sondern fielen noch weiter. Der Schrecken war groß, ist aber durchaus erklärlich: Eiweiß entzieht dem Körper Kalzium. Da Käse und Quark einen dem Fleisch vergleichbar hohen Eiweißanteil haben, ist der Bedarf an Kalzium durch Verzehr dieser Milchprodukte wesentlich höher als deren Kalziumgehalt selbst. Ganz im Gegenteil! Unsere praktischen Erfahrungen zeigen, dass der anhaltende Verzehr von Milchprodukten mit einem erhöhten Rückfallrisiko bei Krebs verbunden ist, wie die reichliche Zufuhr von Milcheiweiß wohl überhaupt das Krebsrisiko drastisch erhöht.

Ein Ernährungsdrama

Eines Tages stellte sich in meiner Praxis eine Patientin aus Kanada mit ihrer Krankengeschichte vor, um Rat zu holen. Sie war an einen Brustkrebs erkrankt, hatte aber eine Operation abgelehnt. Wie sie aus anderen Kapiteln dieses Buches entnehmen können, ist dies mit Sicherheit kein abenteuerliches Risiko, sondern eine durchaus erwägenswerte Entscheidung Aber folgendes war in diesem Fall passiert: Ein besorgter Therapeut hatte der Patientin empfohlen, sich weitgehend von Vollkornbrot und Käse zu ernähren. Was es mit Getreide auf sich hat und warum dieses von mir als schädlich eingestuft wird, lesen Sie in dem entsprechenden Kapitell selbst. Bei dieser Frau aus Kanada bestand bei Diagnosestellung ein Haselnuss großer Knoten in einer Brustdrüse. Durch die empfohlene Kost (Brot und Käse), die fast ausschließlich durchgeführt wurde, explodierte der Tumor förmlich und hat innerhalb von vier Wochen die Brust regelrecht aus zementiert. So schnell habe ich noch nie ein Krebswachstum beobachtet!

Milchprodukte sind so gesund-

Milchprodukte sind notwendig für die Kalziumzufuhr Milchprodukte schützen vor Osteoporose

Viele weitere Ernährungsdramen

Bei den durch uns behandelten Krebspatienten liegt in vielen Fällen folgende Konstellation vor: Es wurde eine Operation mit oder ohne anschließende Chemo- und/oder Strahlentherapie durchgeführt. Irgendwann in der weiteren Beobachtungsphase kam es dann zu einem Tumorrezidiv Wenn die Tumorkrankheit noch nicht so weit fortgeschritten war, ließ sie durch strikte Ernährungsführung und intensive Immuntherapie eine Normalisierung der Tumorbefunde erreichen. Bei einem Teil der behandelten Patienten blieb die Metastasenrückbildung auf Dauer. Bei einem anderen Teil stellten sich aber zu späterer Zeit neuerliche Probleme ein. Wenn man die Ernährungsgepflogenheiten dieser Betroffenen aufrollte, ergab sie fast in jedem Fall, dass die Patienten, die Tumorrezidive erlitten, wieder angefangen hatten, Brot und Käse zu essen, weil es ihnen gut ging. Die: erscheint plausibel, verzeihlich und nachvollziehbar. Denn warum sollte man nicht eine straffe Ernährungsführung lockern können, wenn die Tumorkrankheit beseitigt worden ist?

Übersäuerung durch Milcheiweiß

Alle meine Patienten werden angehalten, ihre Stoffwechselwerte mittels Bestimmung der Urin-PH-Werte zu bestimmen. Damit kann man das Aus­maß einer Übersäuerung einschätzen. Je saurer die pH-Werte, desto grö­ßer auch der Mangel an Mineralstoffen. Erstaunlicherweise sinken die PH­-Werte nach Verzehr von Geflügel (als dem Menschen bestverträglichem tierischem Eiweiß) kaum, während sie nach Käse eine rapide Absenkung erfahren.

Das heißt, dass wir von der Mär Abschied nehmen müssen, die heißt: Milch ist gesund

Milch

Abschnitt 111: Ernährung und Genussgifte:

Kapitel 20: Eiweiß und Tumormast durch Milchprodukte?

Von anderem Eiweiß, machen Milchprodukte doch etwa 28% der Nah­rungszufuhr aus. Wenn wir überlegen: "Wozu dient die Milch?", so wird jeder zu folgendem Schluss kommen müssen:

Wie bereits im Immunbuch I beschrieben, führt der Übergang in der Ver­wendung von Muttermilch zu Kuhmilch zu erheblichen Folgeerscheinun­gen beim Säugling:

Milch ist eine Ernährungsform für die Wachstumsphase von neugeborenen Säugetieren einschließlich des Menschen

. Nachhaltige Veränderungen der Darmflora

. Aufgetriebener Bauch

. Übelriechender Stuhl

. Behinderung der Eisenaufnahme

. Infektionsanfälligkeit

. Verschleimung

. Beschleunigung des Körperwachstums

. Zunahme an Allergien, da Milcheiweiß noch vor allen anderen das häufigste und schwerwiegendste Allergen in der Ernährung ist

Der Eiweißgehalt der Milch steigt jedoch mit der Schnelligkeit, mit der ein Neugeborenes, respektive der Säugling, sein Lebendgewicht verdoppelt.

Die folgende Übersicht bringt Angaben über die Verdoppelungsquote des Säuglingsgewichts verschiedener Tierarten und des Menschen in Abhän­gigkeit von dem Eiweißgehalt der Milch:

Mensch          180,0 Tage      1,5% - 1,6% Eiweis

Pferd                60,0 Tage                  2,0% Eiweis

Rind                 47,0 Tage                  3,5% Eiweis

Ziege                22,0 Tage                  3,7% Eiweis

Schaf                15,0 Tage                  4,9% Eiweis

Schwein            14,0 Tage                  5,2% Eiweis

Katze                  9,5 Tage                  7,0% Eiweis

Hund                  9,0 Tage                  7,4% Eiweis

Kaninchen          6,0 Tage                10,4% Eiweis